© André Wirsig
07.04.2026
Fellows und Doktorand:innen zum jährlichen SECAI Off-Site Meeting
Vom 23. bis 25. März trafen sich die SECAI Graduate School und die Fellows in Radebeul zum SECAI Off-Site Meeting, wo sie Ideen austauschten, sich über den aktuellen Stand ihrer Forschung informierten und ihre Beziehungen vertieften. Auf dem Programm standen Keynotes von Ivo F. Sbalzarini und Jakob Nikolas Kather, eine Einführung in die Grundprinzipien der SpiNNaker 2-Plattform sowie Soft-Skills-Workshops, die die Teilnehmer auf zukünftige Forschung, Zusammenarbeit und erfolgreiche Karrierewege vorbereiteten.
Die jährlich stattfindende Veranstaltung brachte 45 Doktorand:innen und SECAI-Stipendiaten zusammen und dient dazu, den Austausch innerhalb der School zu fördern und die Teilnehmer über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten. Angesichts der großen Bandbreite an Forschungsthemen der Wissenschaftler:innen ist ein regelmäßiger Austausch von besonderer Bedeutung. Mit ihrem starken interdisziplinären Fokus dient das Meeting der School als Plattform für den Austausch von Erkenntnissen und die Förderung neuer Kooperationen.
Das Programm umfasste interaktive Veranstaltungsformate: Ein „Speed-Dating“ in kleinen Gruppen ermöglichte es den Teilnehmenden, ihre individuellen Forschungsprojekte vorzustellen und zu diskutieren, was den interdisziplinären Austausch förderte. Während einer kreativen Brainstorming-Runde entwickelten die Teilnehmer:innen Ideen für die Darstellung von SECAI auf Messen und Veranstaltungen, wobei der Schwerpunkt darauf lag, die Vielfalt der Forschung zu vermitteln und KI einem breiteren Publikum näherzubringen.
In zwei Keynotes wurden aktuelle Entwicklungen vorgestellt. In seinem Vortrag erörterte Ivo F. Sbalzarini, wie maschinelles Lernen dazu beitragen kann, die Mechanismen lebender Systeme zu entschlüsseln. Er hob hervor, wie Methoden des maschinellen Lernens so weiterentwickelt werden können, dass sie zu validen, reproduzierbaren und interpretierbaren Werkzeugen in der datengesteuerten Wissenschaft werden – was in den Biowissenschaften besonders wichtig ist, wo es oft an Vorhersagetheorien für lebende Systeme mangelt. Jakob Nikolas Kather hielt einen Vortrag über KI in der Krebsforschung und Onkologie, gab einen Überblick über aktuelle Entwicklungen und stellte wichtige Forschungsbereiche seines Fachgebiets vor.
Auf dem Programm stand zudem ein praxisorientierter Einführungsworkshop zur SpiNNaker-Plattform, der praktische Einblicke in das neuromorphe Rechnen vermittelte. Darüber hinaus bot ein Workshop zu Projektmanagement und Führungskompetenzen für Nachwuchswissenschaftler:innen Orientierungshilfen zur Projektstrukturierung, zum Verständnis von Teamdynamiken und zur Entwicklung von Führungskompetenzen. Gesellschaftliche Aktivitäten, darunter ein Spieleabend und ein Besuch im Weinbaumuseum Hoflößnitz, rundeten das akademische Programm ab und stärkten den Austausch unter den Teilnehmern zusätzlich.